Missverständnisse rund ums Übersetzen
Eine Muttersprachlerin ist automatisch eine Übersetzerin.
Sprachkenntnisse auf Muttersprachniveau sind eine gute Voraussetzung, machen aber noch lange keine Übersetzerin. Professionelle Übersetzerinnen beschäftigen sich mit komplexen Sachtexten, die in Alltagssituationen selten vorkommen. Oft sind „Fremdsprachlerinnen“ die besseren Muttersprachlerinnen, weil sie sich viel eingehender mit den Nuancen der Zielsprache beschäftigen.
Für Übersetzungen reicht eine Übersetzungsmaschine wie z.B. Babelfish.
Übersetzungsmaschinen werden mit sehr viel Vokabular gefüttert und können Tisch korrekt mit mesa übersetzen. Was sie nicht können: denken. Babelfish und Co. behandeln den Anfang der Genesis genauso wie einen satirischen Text, können nicht interpretieren, sehr schlecht konjugieren und haben keine Ahnung von kulturellen Unterschieden.
Mein/e Assistent/in hat ein Langenscheidt-Wörterbuch und sie/er kann die Bedienungsanleitung für unsere neue Hydraulikpumpe ins Englische übersetzen.
Muten Sie Ihrer Assistentin oder Ihrem Assistenten keine Tätigkeit zu, für die sie bzw. er nicht qualifiziert sein kann. Das Ergebnis wäre Frust bei allen Beteiligten und eine Übersetzung, das bei Ihren Geschäftspartnern nicht wohlwollende Zustimmung, sondern ungefragte Heiterkeit hervorruft. Siehe z.B. www.uebersetzungsfehler.com
Übersetzen Sie doch einfach und rufen Sie mich nicht dauernd an!
Es gibt kein einfaches Übersetzen. Besonders wichtig: Es geht darum, was gemeint ist – und das ist nicht immer auf den ersten Blick zu erkennen, weshalb ich gegebenenfalls bei Ihnen nachfragen werde. Gibt es Glossare, die ich heranziehen soll? Und was bedeutet die firmeninterne Abkürzung ZUVDIG?
